Deutsch-kroatisch-französischer Fachkräfteaustausch

„Wenn Identität ausgrenzt.“

Multinationale Fachkräftebegegnungen sind ein wichtiger Baustein für die Fachkräfte vor Ort – um neue Methoden kennen zu lernen und Partner zu finden für gemeinsame und weiterführende Projekte in der internationalen Jugendarbeit.

Wir von Mensch Raum Land sind bei der Planung und Durchführung dabei und versuchen so neue Fachkräfte zu finden bzw. sie an die entstehenden Projektorte zu binden. So gehen wir auch mit „Wenn Identität ausgrenzt“ voran.

Wir kümmern uns darum, dass lokale pädagogische Fachkräfte an den Begegnungen Interesse finden, gehen mit den Leitungen ihrer Einrichtungen ins Gespräch und versuchen – da wo das Geld fehlt – die Teilnehmergebühren über die Kommune bzw. Stadtverwaltung finanzieren zu lassen. Zudem insistieren wir darauf, dass die Vorbereitungstreffen bereits in den für uns zur Nutzung freigegebenen Räumlichkeiten stattfinden und wenn es der bauliche Zustand erlaubt, so sollen auch möglichst gleich die Begegnungen am Ort stattfinden. Ist dies nicht der Fall, so wird zumindest die angehende Stätte besichtigt und innerhalb der Präsentation der sozial-kulturellen Angebote bzw. Einrichtungen der Region vorgestellt.

So findet dann nach intensiver Vorarbeit eine Fachkräftebegegnung im ländlichen Raum statt. In „Wenn Identität ausgrenzt“ geht es darum, die eigene Praxis und Identität zu reflektieren und nicht-formale Methoden auszuprobieren mit dem Ziel, Inklusion unter den Kollegen und in der weiterführenden Jugendarbeit zu fördern.

Der deutsch-kroatisch-französische Begegnungszyklus ermöglicht einen Erfahrungsaustausch zu folgenden Fragen:

  • Wie können wir mit Identitäten und Diversität umgehen?
  • Was bedeutet die gesellschaftliche Konstruktion von Minderheiten in der Mehrheitsgesellschft für die praktische Arbeit?

Durch die unterschiedlichen Arbeitskontexte werden neue Ansätze und Zugänge zu diesen Fragen entdeckt. Die Anwendung von interkulturellen/diversitätsbewussten Methoden fördert die Reflektion zu diesen Fragen und eröffnet neue Handlungsansätze. Perspektiven für die eigene Arbeit sollen angestoßen werden, u.a. die Möglichkeit der Durchführung von internationalen Jugendbegegnungen.

Es haben bereits zwei Begegnungen stattgefunden (Deutschland, Dezember 2014 / Kroatien, August 2015). Die Drittbegegnung wird im Juni 2016 in Frankreich realisiert.